Fr, 19. Nov | 15:00 - 16:00

Lebendig eingemauert – Einblicke in das Schicksal eines Locked-in Syndrom Patienten.

Lesung (Zoom)

Friedemann Knoop führt ein Leben auf der Sonnenseite. Er ist ein Mann in den besten Jahren. Seine Arbeit macht ihm Spaß. Er hat Erfolg und wird geschätzt. Frau und Töchter lieben ihn. Und er genießt sein Glück auch gern bei einer Flasche Wein…

Bis zu jenem denkwürdigen Tag: Ein jäher Kopfschmerz lässt ihn aufschreien. Mitten im Stadtgewühl verliert er das Bewusstsein. Die Diagnose lautet Hirnstamminfarkt. Als Knoop wieder zu sich kommt, liegt er auf einer Intensivstation. Und er ist gefangen im eigenen Körper.  Er kann sich nicht mehr bewegen, nicht sprechen. Aber sein Geist ist klar.

Der Autor nimmt den Leser mit in seine Gedankenwelt und auf den steinigen Pfad zurück ins Leben. Er teilt mit ihm Verzweiflung, Schmerz, Rückschläge und Glücksmomente. Mit Knoops Augen beobachtet er die Menschen, die diesem auf seinem langen und mühevollen Weg begegnen. „Lebendig eingemauert“ ist ein sehr intimes, aber auch ein informatives und unterhaltsames Buch. Und es ist mit einem so unerschütterlichen Humor geschrieben, wie man ihn bei dieser Thematik nicht erwarten würde.

Autor
Friedemann Knoop war mit 44 Jahren durch einen Schlaganfall in das Locked-in Syndrom gefallen. Einenhalb Jahre war er in seinem Körper gefangen. Er konnte sich weder bewegen noch mitteilen, obwohl er alles mitbekommen hatte. Doch seine Muskeln gehorchten seinem Gehirn nicht. Klar war es daher notwendig, dass von „außen“ mit ihm gearbeitet wurde, doch ohne seine Motivation wäre der heutige Erfolg nicht möglich gewesen. Knoop berichtet u. a.: „Ich habe es zwar am Anfang nicht glauben wollen, aber eine gedachte Bewegung wird irgendwann in eine reale. Am Anfang sind es ganz kleine Bewegungen, mit der Zeit werden sie immer größer und kräftiger. Alles ist hierbei eine Frage der Zeit, der Geduld, aber auch des eisernen Willens und Durchhaltevermögens.“

Seit 16 Jahren engagiert er sich in der Selbsthilfebewegung, klärt über das Krankheitsbild auf, hat eine eigene Kolumne und ist vielseitig interessiert. Der Bundesverband SHV – FORUM GEHIRN e. V. hat nun seine Geschichte als Buch herausgebracht um Angehörige, Ärzt*innen, Therapeut*innen und Pflegepersonal über den Umgang mit komatösen Patient*innen aufzuklären.

Leser
Karl-Eugen Siegel, stellv. Vorsitzender im SelbstHilfeVerband – FORUM GEHIRN e. V. und Freund des Autors

Weitere Infos
unter www.ceres-stuttgart.de und www.shv-forum-gehirn.de

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Karl-Eugen Siegel. Foto: Ceres
Bild: Buch Cover, Ceres

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