Selbsthilfegruppe für Angehörige von Messies

Es gibt viele Messies. Wo sind deren Angehörige – und wie geht es ihnen? Ihr Angehöriger belegt immer mehr und mehr Platz mit seinen Gegenständen und verteidigt diese, kontrolliert den Papierkorb oder Mülleimer, ist desorganisiert, unpünktlich, erledigt vieles erst „auf den letzten Drücker“, ist depressiv und dann wieder euphorisch, chaotisch im Großen und dann wieder perfektionistisch in Details. Er/sie kontrolliert Sie, vermeidet, verhindert, vergisst verbindliche Absprachen mit Ihnen, verweigert die Problemsicht, gibt externe Erklärungen und Beschuldigungen für sein Verhalten ab und fühlt sich selbst nicht verantwortlich.

Für diesen Mix aus Symptomen gibt es einen Begriff: Messie. Wir meinen damit nicht (nur) extreme Zustände wie in Wohnungen Alleinlebender in manchen Fernsehsendungen. Vielmehr meint Messieverhalten wie wir es erleben: der/die Messie lebt vielfältige Desorganisation im Verhalten mit „seinen/ihren“ Gegenständen UND Angehörigen.

Wir Angehörigen leiden daran, haben resigniert, werden körperlich oder seelisch krank, kämpfen Platz frei, puffern nach außen ab.…

Was passiert bei den Treffen?

Austausch – verstanden werden und verstehen. In der Selbsthilfegruppe schaffen wir uns einen sicheren, verständigen und verständnisvollen Raum. Darin erkunden wir im Gespräch das komplexe Krankheitsbild und unseren Alltag damit, erkennen erhellende Ähnlichkeiten und Unterschiede. Wir sprechen über unsere Erfahrungen. Wir wissen, dass wir nicht unseren Angehörigen, wohl aber uns selbst helfen und verändern können. Wir bilden ein Forum für uns und unsere Bedürfnisse und treten in Kontakt mit potenziellen Hilfen für unser Wohlergehen.

Zugang

Wir treffen uns an jedem 3. Mittwoch im Monat um 17:30 bis 19:30 Uhr in Stuttgart-Mitte. Die Kontaktdaten erhalten Sie bei KISS Stuttgart. Eigene Messieproblematiken schließen die Teilnahme aus. Neue Teilnehmende sind in der Gruppe gerne willkommen.

Infos und Kontakt

über KISS Stuttgart
0711 6406117
info@kiss-stuttgart.de

Bild: Hände verschrenkt ineinander